Historie

Die Historie der BKK BPW

27. August 1918 Als fortschrittlicher und verantwortungsbewusster Unternehmer beantragt Herr Gustav Friedrich Kotz beim zuständigen Versicherungsamt Gummersbach die Errichtung einer eigenen Betriebskrankenkasse (BKK) für den über 300 Mitglieder zählenden Betrieb. Das Ziel war, die Beschäftigten sowie deren Familienangehörigen persönlicher zu betreuen und auf die besonderen Bedürfnisse der Belegschaft einzugehen.


05. April 1919 Unsere BKK kann ihre Tätigkeit als Betriebskrankenkasse der Firma Bergische Achsenfabrik Fr. Kotz & Söhne beginnen. Als Bedingung muss die Firmenleitung im Vorfeld eine eigene Satzung für ihre geplante Kasse erstellen. Das Oberversicherungsamt genehmigt diese Satzung und ebnet damit den Weg für die BKK BPW Bergische Achsen.


Als Selbstverwaltungsorgan fungiert ein fünfköpfiger Vorstand. Dieser besteht zur Gründungszeit aus vier Arbeitnehmervertretern sowie Herrn Herr Gustav Friedrich Kotz als Vorstandsvorsitzender. Geschäftsführer der BKK ist Herr Patz.


Von besonderer Bedeutung ist von Anfang an das gute Zusammenwirken von Versicherten und Arbeitgeber im Vorstand. Schnell erkennt man, dass eine eigene Krankenkasse mit dem Betrieb aufs engste verbunden ist, nicht nur räumlich und personell, sondern vor allem durch die gemeinsame Aufgabe, die Gesundheit und Schaffenskraft aller Betriebsangehörigen zu erhalten.


04. April 1919, nachmittags 4.00 Uhr Mit folgendem Eintrag belegt das Protokollbuch zur Vorstandssitzung den Beginn erster Verhandlungen mit den Vertragspartnern:

„Herr Sanitätsrat Dr. Köster, Wiehl, hat sich bereit erklärt, die Behandlung der Kassenmitglieder zu einem Jahrespauschalsatz von Mark 10,00 zu übernehmen. Ausgenommen sind die Mitglieder aus den Ortschaften Heienbach, Denklingen, Nallingen, Hermesdorf, Feldermühle, Nespen, Lichtenberg, Eiershagen und Bergerhof, bei welchen für einen Arztbesuch ein Zuschlagsatz, der noch festgelegt wird, infrage kommt.“

16. Mai 1919 Die erste Partnerschaft zum Wohle der BKK-Versicherten kommt zustande:

„Es liegt ein Angebot des Zahntechnikers Dörrenberg aus Wiehl vor, laut welchem von diesem für Zahnziehen Mark 1,50 für einen Zahn und für Plombieren Mark 4,00 für einen Zahn gerechnet werden soll. Dörrenberg stellt bei diesen Sätzen aber die Bedingung, dass ihm allein das Behandlungsrecht der sämtlichen Kassenmitglieder übertragen wird. Der Vorstand hielt das Angebot für günstig und stimmte zu.“

4,5 % des Grundlohns Das ist der damalige Beitragssatz, der zu 2/3 von den Versicherungspflichtigen und zu 1/3 vom Arbeitgeber getragen wird.

Die Zwanzigerjahre Die Belegschaft wächst. Das gibt der BKK die Möglichkeit, ihre Leistungen weiter ausbzuauen und zu einer segensreichen Einrichtung heranzuwachsen.

Die Weltwirtschaftkrise in den Jahren 1931 – 1932 In dieser wirtschaftlich schlechten Zeit geraten alle zu dieser Zeit existierenden Kassen in finanzielle Schwierigkeiten. Zur Behebung der sozialen und wirtschaftlichen Notstände erlässt der Reichspräsident am 01.01.1932 eine Verordnung, wonach als Kassenleistungen nur noch die Regelleistungen gewährt werden, die aber dann durch eine allgemeine Senkung der Beitragssätze ausgeglichen wird. Bei unserer BKK sinkt der Beitragssatz von 4,5 % auf 4 v.H.

1932 bis 1940 Die Mitgliederzahl steigt auf insgesamt 1.192 an. Die schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre hat die BKK ohne große Schwierigkeiten überwunden.
1944 bis Ende 1954 Als Geschäftsführer leitet Herr Willi Heinrichs die BKK, bis er Ende 1954 verstarb. Anfang1955 wird Herr Herbert Monscheuer zu seinem Nachfolger bestimmt.

1956 Bedingt durch Leistungsverbesserungen sowie die steigenden Kosten der Krankenbehandlung werden die Beiträge der BKK von 5 % bis auf 10,3 % erhöht.

1969 Zum 50. Geburtstag der BKK beträgt die Zahl der Mitglieder 2.422, im Jahr 1978 bereits 2.629.

1987 Nach mehr als 30 Jahren Leitungsfunktion übergibt Herr Monscheuer die BKK mit ca. 2.700 Mitgliedern und einem Beitragssatz von 11,8 % an seinen Nachfolger im Amt des Geschäftsführers (später Vorstand), Herrn Reiner Lestin.

01. Juli 2005 Der Beitragssatz beträgt nun 12,2 % zuzüglich des ab diesem Zeitpunkt gesetzlich festgelegten Sonderbeitrags von 0,9 %, den der Versicherte alleine zu tragen hat.

01. Oktober 2006 Herr Dietmar Krieg wird zum Vorstand ernannt und lenkt von nun an die Geschicke der BKK. Zu seinem Antritt beträgt die Mitgliederzahl 3.999.

01. Januar 2009 Zeitgleich mit Inkrafttreten des Gesundheitsfonds überträgt die BPW Bergische Achsen KG der BKK die Personalhoheit für ihre Mitarbeiter. Damit wird die BKK Arbeitgeber und zahlt sämtliche Personal- und Verwaltungskosten ab diesem Zeitpunkt selbst.

Unabhängig von dieser Entscheidung bleibt die BKK BPW auch künftig eine geschlossene Krankenkasse. Sie versichert damit als exklusive Krankenkasse weiterhin ausschließlich alle Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter der BPW Bergische Achsen KG sowie deren Familienangehörigen.

01. Oktober 2009 Seit dem 01. Oktober 2009 betreut die BKK BPW 4.400 Mitglieder. Gemeinsam mit den mitversicherten Familienangehörigen schenken insgesamt 6.550 Menschen der BKK BPW ihr Vertrauen.Die BKK beschäftigt heute neben dem Vorstand 7 Mitarbeiter (davon zwei in Teilzeit) sowie 1 Auszubildende.

01. Juli 2010 Nach erfolgreich abgelegter Ausbildungsprüfung übernimmt die BKK zum zweiten Mal in Folge (nach dem 01.01.2009) ihre Auszubildende mit einer unbefristeten Festanstellung. Hiermit wird den jungen Mitarbeiterinnen eine wertvolle und interessante Zukunftsperspektive geboten.

01. Januar 2011 Mit der unbefristeten Übernahme einer ehemals befristet tätigen Mitarbeiterin komplettiert die BKK ihren festen Personalstamm. Mit 8 Mitarbeitern sowie dem Vorstand wird den BKK-Versicherten ein optimaler Service garantiert.

01. März 2011 Nach über neun Jahrzenten auf dem Werksgelände der BPW zieht die BKK in das ehemalige Wohnhaus Ohler Berg 1 (Eigentum der BPW) in unmittelbarer Nähe zum Betriebsrestaurant der BPW um. Mit den neuen Räumlichkeiten werden der Versichertenservice sowie der Datenschutz nochmals verbessert. Das großzügige Platzangebot lässt für das künftige Wachstum der BKK alle Optionen offen.