Zusätzliche Satzungsleistungen

§ 12 Leistungen

VII. Zusätzliche Satzungsleistungen

Die BKK BPW übernimmt zusätzlich zu den gesetzlich vorgesehenen Leistungen, die nachfolgend aufgeführten Leistungen aus den Bereichen der

  •           medizinischen Vorsorge,
  •           der zahnärztlichen Behandlung
  •           der nicht zugelassenen Leistungserbringer:
  •  

a. Osteopathische Leistungen                                                             

Osteopatische Leistungen können bei Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung
in Anspruch genommen werden, wenn

  • die Behandlung medizinisch geeignet ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern und
  • die Leistung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss nicht ausgeschlossen worden ist.

Der Anspruch setzt voraus, dass

  • die Leistung qualitätsgesichert durch einen Leistungserbringer erbracht wird, der dem Berufsverband der Osteopathen angehört oder
  • durch seine Ausbildung zum Beitritt berechtigt ist und
  • der Versicherte nach Behandlungsende den von der BKK BPW ausgehändigten Fragebogen zur Qualitätssicherung ausgefüllt und unterschrieben der BKK vorlegt

Übernommen werden:

  • maximal 6 Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten.

Unter Vorlage der Originalrechnung werden 80 % des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60 EUR pro Sitzung erstattet.

 

b. Psychotherapeutische Behandlungen von nicht zugelassenen Leistungserbringern

Die BKK BPW übernimmt abweichend von § 28 Abs. 3 SGB V i.V.m. § 95
Abs. 10 bis 13 SGB V auch Kosten für Psychotherapie bei nicht zugelassenen Psychotherapeuten, sofern Behandlungstermine bei einem Vertragstherapeuten nicht innerhalb eines medizinisch notwendigen Zeitrahmens zur Verfügung stehen und die Therapie gemäß ärztlicher Bescheinigung geeignet ist, eine stationäre Krankenhauseinweisung zu vermeiden oder eine Arbeitsunfähigkeit zu verkürzen.

Der Anspruch setzt voraus, dass die Behandlung qualitätsgesichert von einem Leistungserbringer durchgeführt wird, der über eine Qualifikation wie im 4. Kapitel des SGB V genannte zugelassene Leistungserbringer verfügt und eine zumindest qualitativ gleichwertige Versorgung sicherstellen kann.

Der Leistungsumfang der ambulanten außervertraglichen psychotherapeutischen Behandlung ergibt sich aus den Psychotherapie-Richtlinien.

Anspruch auf Erstattung besteht in Höhe der Vergütung, die die Betriebskrankenkasse bei Erbringung der Dienstleistung nach dem jeweils gültigen EBM zu tragen hätte.

 

c. Glaukom-Früherkennung für Versicherte ab dem 50. Lebensjahr      

Versicherte haben ab Vollendung des 50. Lebensjahres Anspruch auf eine Glaukom-Früherkennung.

Die Glaukom-Früherkennung im vorgenannten Sinne beinhaltet die Tonometrie (Messung des Augeninnendrucks) und die Funduskopie
(Beurteilung des Sehnervs). Der Anspruch setzt voraus, dass die Vorsorgeleistung qualitätsgesichert von einem Leistungserbringer durchgeführt wird, der an der vertragsärztlichen Versorgung (Kassenarzt) im Sinne des
4. Kapitels des SGB V teilnimmt und Facharzt für Augenheilkunde ist.

Die Kosten für eine Glaukom-Früherkennung werden einmal im Kalenderjahr bis maximal 15 EUR erstattet.
Zur Erstattung sind die Originalrechnungen/-quittungen einzureichen.

 

d. Professionelle Zahnreinigung

Die Kosten einer Professionellen Zahnreinigung werden einmal je Kalenderjahr gegen Vorlage der original Rechnung übernommen. Der Höchstbetrag der Erstattung beträgt 40,00€ je Versicherten.

Die Leistung muss durch einen Leistungserbringer durchgeführt werden, der an der vertragszahnärztlichen Versorgung im Sinne des 4. Kapitels des SGB V teilnimmt (Vertragszahnarzt).

 

e. Mehrleistungen zur Hebammenhilfe

Versicherte schwangere Frauen haben vor Entbindung Anspruch auf eine Hebammenrufbereitschaft, sofern die Rufbereitschaft die 24-stündige Erreichbarkeit der Hebamme und die sofortige Bereitschaft zur Geburtshilfe umfasst. Erstattet werden die tatsächlich entstandenen Kosten bis zur Höhe von maximal 200,00 EUR je Schwangerschaft.

Voraussetzung ist, dass das Neugeborene bei der BKK BPW versichert wird.

Weitere Voraussetzung ist, dass die Hebamme gemäß § 134 a Abs. 2 SGB V oder nach
§ 13 Abs. 4 SGB V als Leistungserbringerin zugelassen bzw. berechtigt ist.

Zur Erstattung ist die Originalrechnung einzureichen.